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Abteilungsleiter Peter Oberländer und Cheftrainer Felix Glattbach im HA-Interview

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Mit 638 Mitgliedern ist der THC Hanau mit Abstand die größte Tennisabteilung in der Region Hanau. Der TC Bruchköbel folgt mit 394 Mitgliedern: Es ist also eine Ausnahmestellung, die der THC in Anspruch nimmt. Doch davon war in den vergangenen Jahren nur wenig zu sehen. Mit Finanzkraft und einer zusammengekauften Mannschaft spielten sich die Damen des THC im Jahr 2011 bis in die 2. Bundesliga, bevor der Rückzug kurz
vor Saisonbeginn bekannt gegeben wurde. Seitdem gab es keine Kontinuität in Hanau. Jacqueline Fröhlich ging nach fünf Jahren als Trainerin, ihr Nachfolger Oliver Selka blieb nur für ein Jahr (von HA-Mitarbeiter Julian Baus).

Im Oktober vergangenen Jahres wurde Felix Glattbach als neuer Cheftrainer beim THC vorgestellt und Abteilungsleiter Peter Oberländer im November in seinem Amt bestätigt. Damit sollten die Weichen gestellt werden,  um in Zukunft den THC wieder vorwärts zu bringen. Im Doppel-Interview mit HA-Mitarbeiter Julian Baus sprechen Glattbach und Oberländer über ihre Zusammenarbeit, die Struktur der Tennisabteilung des und die Ziele für die Zukunft.

Herr Oberländer, Herr Glattbach, zunächst einmal: Wie kam es zur Zusammenarbeit ab der Wintersaison des vergangenen Jahres?

Peter Oberländer: „Es war für uns schon relativ früh klar, dass wir mit Oliver Selka nur das eine Jahr arbeiten werden und dementsprechend haben wir uns schon früh nach einer neuen Möglichkeit umgeschaut. Im Spätsommer 2011 habe ich das erste Mal auf einer Sitzung des Hessischen Tennisverbandes losen Kontakt mit Felix gehabt. Er ist ja in ganz Hessen ein bekannter Tennistrainer und so etwas ist immer interessant. Im März 2012 gab es dann die ersten richtigen Gespräche und Verhandlungen und da wurden wir uns sehr schnell einig.“
Felix Glattbach: „Eigentlich gab es für mich ja keinen Grund, eine Veränderung herbeizuführen. Bad Homburg ist eine Top-Adresse im hessischen Tennis und in meinen drei Jahren als Chef-Trainer lief wirklich alles super. Aber in den ersten Gesprächen habe ich gemerkt, dass der THC eine gute Option ist. Die Gespräche waren sehr freundschaftlich und mich hat die Herausforderung gereizt, etwas aufzubauen. Außerdem wohne ich in Bruchköbel und diese Nähe hat natürlich eine große Rolle gespielt. Ich habe meinen laufenden Vertrag in Bad Homburg zum 30. September gekündigt und habe mich dann entschieden in Hanau ab dem 1. Oktober zu übernehmen.“
Oberländer: „Felix war auch von Anfang an unser Wunschtrainer. Wir wollten unbedingt jemand, der aus dem Umkreis kommt und keine lange Zeit zum Einleben braucht. Das ging mit Oliver Selka, der aus Baden Baden kam, schief.“

Jetzt arbeiten Sie seit fünf Monaten zusammen. Wie sieht das erste Resümee aus?

Glattbach: „Ich bin positiv überrascht. Dass die Infrastruktur so gut ist, wusste ich, aber dass der Zuspruch so groß ist, freut mich sehr. Wir haben die Hallenauslastung von 65 auf 85 Prozent gesteigert und es wurden deutlich mehr Einzelstunden gebucht als zuvor.“
Oberländer: „Generell hat sich Felix schon super eingebracht. Das Zusammenspiel mit unserer hauptberuflichen Geschäftsstellenleiterin Philippa Deuschel klappt super, aber auch die Rückmeldung über die Trainingsarbeit ist super. Ich bekomme regelmäßig Mails von den Schülern und Eltern, wie begeistert sie sind. Schon jetzt ist das für mich die beste Entscheidung seit meiner Amtszeit, mit Felix zusammenzuarbeiten.“

Ihr Lob fällt ja schon sehr überschwänglich aus, Herr Oberländer. Dabei gibt es ja noch einiges zutun. Wie sehen die gesteckten Ziele aus?

Glattbach: „Das stimmt. Schon bei den Verhandlungen haben wir uns kurzfristige Ziele gesteckt, die wir jetzt erst einmal erfüllen wollen. Als Erstes wollten wir Ruhe in den Verein bringen und den Mitgliederneinen Weg aufzeigen. Darüber hinaus war unser Ziel, alle Altersklassen für die Medenrunde zu besetzen. Beides hat bislang sehr gut geklappt.
Oberländer: „Generell ist es aber das Ziel, den THC für die Zukunft zu rüsten. In der Altersklasse der 15-bis 26-Jährigen haben wir nur 63 Mitglieder, weil uns in der Vergangenheit regelmäßig die 13-und 14-Jährigen zu anderen Vereinen verlassen haben.“
Glattbach: „Das ist das Ziel für uns im Trainerteam. Nici Göhlich leistet eine super Arbeit bei den U12-Spielern, mein Vater Claus Glattbach und ich wollen nun dafür sorgen, dass wir diese gut ausgebildeten Spieler weiterhin beim THC behalten.“

Sie wollen den THC also in Zukunft verstärkt mit Eigengewächsen aufbauen?

Oberländer: „Ja, gerade das Beispiel der Damen vor zwei Jahren, als die Mannschaft nur mit gekauften Spielerinnen in die 2. Bundesliga gepusht wurde ist das beste Beispiel, was wir nicht mehr erreichen wollen.“
Glattbach: „Das muss jedoch relativiert werden. In der Hessenliga und auch schon in der Verbandsliga ist es im Prinzip unmöglich ohne eingekaufte Spieler an der Eins und zum Teil auch an der Zwei zu spielen. Meine Philosophie ist jedoch die, dass alle Spieler, die im Aufgebot stehen, eine Bindung zum Verein haben müssen. „Ich setze vor allem auf deutsche Spieler“ Das heißt: In Hanau trainieren, am Vereinsleben teilhaben und nicht nur an den Spieltagen auf der Anlage sein. Und ich setzte vor allem auf deutsche Spieler. Die sind zwar doppelt so teuer wie beispielsweise Tschechen, aber mit ihnen ist so ein Vereinsleben möglich. Und den Unterbau nach den ersten beiden Positionen wollen wir in Zukunft nach Möglichkeiten mit einheimischen Spielern besetzen.“
Oberländer: „Der THC muss in der Jugendarbeit die erste Adresse im Tennisbezirk Offenbach sein, nur so wird die Zukunft des THC sicher gestellt. Und mit Felix Glattbach als Trainer sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Wie wollen Sie es gemeinsam schaffen, den Jugendbereich auf Vordermann zu bringen? Und welche besonderen Fähigkeiten bringt Felix Glattbach als Trainer mit?

Glattbach: „Wir haben Kooperationen mit der Paul-Gerhard- und der Erich-Kästner- Schule und hoffen dadurch neue Spieler für den Verein zu gewinnen. Außerdem haben wir für den Sommer einige Camps gemeinsam
mit der Hockeyabteilung und mit dem Golfclub Hanau geplant. Und generell denke ich, dass mein Trainingsstil über den Platz hinausgeht. Auf dem Platz kann ich ein harter Hund sein, obwohl der Spaß nie zu kurz kommt. Aber ich bin für meine Spieler auch immer neben dem Platz da und helfe wo ich kann.“
Oberländer: „Die gute Arbeit von Nici Göhlich gilt es für Felix nun zu nutzen und die Spieler zu binden und zu halten. Dann haben wir in Zukunft einen breit aufgestellten Stamm an Jugendspieler. Und ich denke, seine Art kommt einfach gut an. Er hat die nötige Autorität die ein Trainer braucht, macht klare Ansagen und besteht auf Regelungen. Daneben ist er aber sehr kommunikativ und kompromissbereit. Außerdem unterstützt er uns in allen Bereichen des Vereins. Organisation, die Akquise von neuen Sponsoren, all das sind Sachen bei denen er uns ungemein hilft. Das beste Beispiel ist, dass er für den Sommer einen Schaukampf mit Rainer Schüttler (ehemaliger Top-5-Spieler, Anm. d. Red.) organisiert hat.“

Es scheint also, der THC hat einen Mann für eine ruhigere Zukunft gefunden. All das bringt natürlich nur viel, wenn die Arbeit langfristig ausgelegt ist. Wie sehen in diesem Punkt die Planungen aus?

Glattbach: „Wir haben ein tolles Vereinsgelände, die Zusammenarbeit im Trainerteam funktioniert wunderbar und es gibt die Möglichkeit hier etwas aufzubauen. Ich kann mir hier mein Lebenswerk zurechtlegen. Deshalb kann ich mir natürlich vorstellen, lange hier zu arbeiten. Das Wichtigste ist aber, dass wir jetzt den THC wieder auf Vordermann bringen und ein richtiges Wir-Gefühl entsteht. Klar wollen wir auf lange Sicht mit den ersten Mannschaften möglichst weit oben, vielleicht in der Hessenliga spielen. Aber das hat Zeit. Die Leute sollen wieder gerne zum THC kommen.“
Oberländer: „Wie bereits erwähnt: Wir arbeiten zwar erst kurz zusammen, aber mir macht der Job gemeinsam mit Felix wieder so richtig Spaß. Und ich denke, dass wir zusammen etwas aufbauen können. Von daher hoffe ich natürlich, dass wir lange gemeinsam arbeiten können.“

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