THC-Mannschaft genoss die Schweizer Gastfreundschaft in vollen Zügen
Ein Ausflug voller Überraschungen in die Schweiz
Die Senioren von Blauweiss Olten können mit dem einst geliebten „Krummstock“ altershalben nicht mehr umgehen. „Monsieur Pétanque“ Sigi Meier brachte daher seinen Kameraden das Pétanque-Spiel nahe. So blieben, wie in früheren Zeiten, der obligatorische Trainingsabend und die tolle Kameradschaft erhalten. Auch ältere Herren vom 1. THC Hanau haben entdeckt, dass sie nicht unbedingt mehr geeignet sind einen Hochleistungssport auszuüben. Auch sie möchten die seit langer Zeit bestehenden Freundschaften weiter pflegen und bauten eine Pétanque-Bahn. Was lag nun sehr nahe? Ein freundschaftlicher Wettkampf zwischen den Pétanque- Freunden vom 1. THC Hanau und dem HC Blauweiss Olten.
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Unter der Leitung von Flöp (Alfred Flubacher) wurde parallel zum Hockey-Hallenturnier 2010 das erste und 2011 das zweite Pétanque-Turnier ausgetragen. Nun war es an der Zeit, dass Hanau auch einmal nach Olten kam. Was vom 11. bis 13. Mai erfolgte. Rolf Allemann, Obmann Pétanque vom HC Blauweiss, hat ein schönes Turnier-Wochenende mit unseren Freunden aus Hanau vorbereitet. In letzter Minute wollte ihm der Wettergott einen Strich durch die Rechnung machen. Anlässlich des letzten Trainings vom Donnerstag wurde über die Wetteraussichten diskutiert. Meteo Schweiz wusste um 16 Uhr, dass für den Freitag ein heisser Sommertag bevorstünde, mit Temperaturen bis zu 31 Grad. Am Samstag soll Pankraz die Temperatur auf höchstens 13-14 Grad drücken und es soll den ganzen Tag regnen. Die grossen Diskussionen nahmen ihren Anfang. Von 12 Anwesenden hatte jeder eine andere Meinung und Rolf kam einem Herzinfarkt nahe. Es wurde noch am selben Abend Kontakt mit dem Pétanque-Club Trimbach aufgenommen. Viele Abwesenheiten infolge auswärtigen Turnierbesuchen - und trotzdem fand sich eine gute Fee, welche am Samstag um 9.45 Uhr den Boule-Dom in Trimbach öffnete. |
Wir waren den ganzen Samstag frei und konnten schalten und walten nach unserem Gutdünken. Eugenio Gullo hat sofort die Getränkestation übernommen. Hat alles fein säuberlich notiert, sodass die Getränke von BWO bezahlt wurden. Bernd Monsau, 1. Vorsitzender des 1. THC Hanau, dankte für die Einladung nach Olten und überreicht Rolf Allemann ein Geschenk. Er wünschte schöne Spiele und so konnte Rolf Allemann die Leitung übernehmen. 8 Hanauer standen 8 Oltnern gegenüber. Ein ausgeklügeltes Spieltableau sorgte für einen interessanten Ablauf. 4 Teams aus Hanau und 4 Teams aus Olten traten gegen einander an. Am Morgen für jeden Teilnehmer 2 Spiele und am Nachmittag nochmals 2. Die Equipe Verte aus Hanau bestand aus Jürgen Schlennstedt, Harald Rudnik, Jürgen Fischer, Bernd Monsau, Klaus Becker, Norman Endruweit, Dieter Wörn und Thorsten Alt. Im Team von Blauweiss Olten (Die armen Schweizer haben noch kein einheitliches Dress. Soll bis zum nächsten Treffen in Hanau aber Tatsache werden) traten an: Rolf Allemann, Fritz Sieber, Hugo Grolimund, Felix Oesch, Ruedi Otterli, Toni Tscharland, Fredy Mollet, Eugenio Gullo, Andi Oesch, Rolf Schmitter , Claudio Gullo, Siegfried Meier und Alfred Flubacher.
Zum Mittagessen (Bratwurst vom Grill) wurde nach Olten ins Kleinholz disloziert. Diese Plätze waren wirklich unspielbar. Wasserlachen beherrschten die Spielfelder. Um 16 Uhr konnte Rolf bereits eine Rangliste veröffentlichen. Was auch anlässlich der Spiele bemerkt wurde, die Hanauer haben enorme Fortschritte gemacht. Taktisch und technisch werden sie von einem Halbprofi betreut und geschult. Wie lange kann da die Pétanque-Abteilung von Blauweiss Olten noch mithalten? Immerhin gelang den Gastgebern diesmal noch ein komfortabler Sieg. Bei der ersten Begegnung mit Hanau errangen die Hanauer noch einen Sieg. Bei der zweiten Begegnung bereits 3 Siege und nun sage und schreibe 9 Siege.
Neben dem sportlichen gab es aber auch einen gemütlichen Teil in Olten. Fuhren die Hanauer am Freitag um 14 Uhr in Hanau ab, wurden sie nach Berechnung gegen 19 Uhr in Olten erwartet. Flöp übernahm ungeheissen den Empfang im Hotel Astoria. Bevor das Reisegepäck ausgeladen wurde, traf man sich zu einem wohlverdienten kühlen Bier. Geschlafen haben die Hanauer im Hotel Astoria. Gleich gegenüber, im Stadthaus zu Olten, schlafen die Verwaltungsangestellten von Olten. Kurz vor 19.30 Uhr war Abmarsch ins Restaurant Ratskeller. Da zufällig Sigi Meier auftauchte, teilte sich die Gruppe in zwei Teile. Der eine Teil ging mit Sigi direkt zum Ratskeller und der zweite Teil ging zur Bank, um „Fränkli“ zu wechseln. Jürgen Fischer war 1985 zum letzten Mal in Olten und hat noch immer gute Erinnerungen an den „Tiger“ oder Wirt der Waadtländerhalle. Damals saßen nach Wirtshaus-Schluss die Hanauer um den großen Küchentisch und feierten bis in die frühen Morgenstunden weiter. Dieser Wunsch wurde Jürgen erfüllt. Zwar ist „Tiger“ gestorben und die Lokalitäten mit einer Bar erweitert. Da lud die Terrasse mit der herrlichen Aussicht zu einem Bier.
Das Restaurant Ratskeller oder „Chöbu“ (Kübel) wie es in Olten liebevoll genannt wird, hat seine Schatten in Hanau voraus geworfen. Wie meinte da ein Gattin von einem Olten-Fahrer? Ratskeller – da ist sicher ein grosser Empfang durch die Ratsherren. Da ist ein schwarzer Anzug mit entsprechendem Slip angebracht. Auch der Waadtländerhalle (oder Tiger) wurde ein Besuch abgestattet. Da waren jedoch infolge vorgerückter Stunde keine Bilder mehr möglich.
Nach den harten Spiele war auch für Samstag-Abend ein gesellschaftlicher Teil auf dem Programm. Im Wirtshaus zum Gryffe wurde von Blauweiss ein Apéro spendiert und anschliessend konnte man ab der kleinen Karte eines der 3 vorgeschlagenen Menus auslesen. Das Restaurant war für eine „geschlossene Gesellschaft“ reserviert. So viel gelacht habe ich persönlich schon lange nicht mehr. Die Stimmung war so toll, dass wiederum niemand nach Hause wollte. Wie hiess das Motto zu den Fussballweltmeisterschaften in Deutschland? „Freunde bei Freunden“! Dies passt doch auch für den Event in Olten. Einen Event, der vom Hanauer Event-Manager nicht hätte besser organisiert werden können.
Abschliessend muss ich nochmals einen sportlichen Teil erwähnen. Der Wettergott hatte wohl Erbarmen mit den Pétanque-Spielern und liess am Sonntag die Sonne regieren. So konnte auf der bescheidenen Anlage im Kleinholz doch noch gespielt werden. Rolf Allemann übernahm die Zulosung der Equipen und sorgte gleichzeitig, dass diese gemischt mit Hanauern und Oltnern ausfielen. Corinne, die Wirtin vom Clubhaus, kochte Penne mit Tomatensosse. So konnten sich unsere Freunde vor der Heimfahrt stärken. Flöp durfte unseren (seinen) Freunden aus Hanau ein Abschiedsgeschenk übergeben. Drei Flaschen Rotwein von den Aargauischen Staatskellereien sollen die drei schönen Tage von Olten in Hanau wieder in Erinnerung rufen. Die Verpackung war mit den aktuellsten Bildern verziert. Wann hat er dies gemacht – war er doch stets zwischen seinem Wohnort und seiner Vaterstadt unterwegs? Auch der „Tete de Moin“ war seine Idee und Spende! |
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Die vielen Stunden, welche für die Organisation aufgewendet wurden, haben sich gelohnt. Rolf Allemann durfte ein herzliches Dankeschön aus Hanau entgegen nehmen. Wohl alle Teilnehmer können sich dem Lob und dem Dank anschliessen. Die Crew um Rolf hat 100-prozentige Arbeit geleistet.
Nun wird ein geeignetes Datum gesucht um in Hanau eine weiteres Turnier spielen zu können. Spätherbst 2012 oder Frühjahr 2013 wurde vorgeschlagen.
Ein grosses Lob den Organisatoren. Ein Event, der die Freundschaften zwischen Hanau und Olten gestärkt hat. Freundschaften zwischen Deutschen und Schweizern, obwohl von Politikern viel geredet und wenig studiert wird. Grosse Worte wie Indianer und Kavallerie machen die Runde. Diese führten zu unschönen Reaktionen von einer jungen Schweizer Politikerin – es hätte zu viele Deutsche in der Schweiz. Wir ehemaligen Hockey- und Tennisspieler, altershalber zu den Pétanque-Spielern übergetreten, lassen uns die langjährigen Freundschaften nicht nehmen und werden uns immer wieder treffen. Bis bald!
Flöp
Die Zeitungsberichte gibt es hier als pdf-Datei zum download.
Oltner Tagblatt
Neue Oltner Zeitung
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